Wie behandelt man das Karpaltunnelsyndrom?
Die Behandlung des Karpaltunnelsyndroms müsste so früh wie möglich unter der Überwachung eines Arztes beginnen. Die Leitlinien zum Schmerz im Handgelenk
der American Academy of Orthopedic Surgeon and American College of Occupational Environmental Medicine empfehlen, dass der Patient mit Karpaltunnelsyndrom
seine Tätigkeit für einen Zeitraum von zwei bis sechs Wochen ändert und gleichzeitig eine Handgelenksschiene und nicht-steroidale Entzündungshemmer benutzt.
Wenn diese Behandlung unwirksam ist oder wenn der Patient schon Atrophie oder Muskelschwäche aufweist, ist es besser, sich an einen Spezialisten zu wenden,
um lokale Infiltrationen zu machen oder sich operierten zu lassen. Wenn das Karpaltunnelsyndrom wahrscheinlich zu sein scheint, könnte die konservative
Behandlung mit einer Handgelenksschiene dennoch begonnen werden und der Patient sollte seine Tätigkeiten verringern. Falls möglich, sollte die Handgelenksschiene
auch bei der Arbeit getragen werden. Dazu eignet sich die neue Handgelenksschiene Policarpal. Sie behandelt nämlich die Hauptursache des Problems. Obwohl sie den
normalen Gebrauch der Hand gestattet und gut während der Arbeit benutzt werden kann, schränkt sie die Beuge- und Streckbewegungen des Handgelenks ein, also die
Hauptursache des Problems. Sie kann auch während der Schwangerschaft getragen werden. Die Hand ist frei einsetzbar. Sollte das alles unzureichend sein, ist die
Möglichkeit lokaler Infiltrationen mit Kortikoid-Präparaten oder die einer Operation in Betracht zu ziehen. Die Infiltration ist wirksam, wenn noch kein Sensibilitätsmanko,
Atrophie oder Schwäche vorliegen und die Symptome nicht immer vorhanden sind. Über 80 % der Patienten mit Karpaltunnelsyndrom geben an, bei Benutzung einer Handgelenksschiene
eine Besserungen der Symptome festgestellt zu haben. Die Handgelenksschienen verringern auch die sensitiven Latenzzeiten und wirken sich damit auf die Evolution
der Pathologie aus. Handgelenksschienen sind wirksam, wenn sie das Handgelenk in einer neutralen Stellung halten. Letzte sind wirksam, werden aber schlecht toleriert,
so dass sie fast nur nachts getragen werden und sich daher nicht auf die Ursache des Syndroms auswirken.
Policarpal ist ein Stützverband neuer Konzeption, denn er wirkt auf die wesentliche Ursache der Erkrankung. Obwohl es den normalen Gebrauch der Hand
(einschließlich Daumen) gestattet und bequem tags- und nachtsüber getragen werden kann, schränkt es die Biege- und Streckbewegungen wirksam ein.
In der Schwangerschaft nützlich. Die Hand kann sich frei bewegen. [ZWEI FOTOS mit www.karpaltunnel.com] Die nicht-steroidalen Entzündungshemmer,
die Diuretika und Pyridoxin (Vitamin B6) sind in vielen Studien untersucht worden, aber ihre Wirksamkeit konnte nicht sicher belegt werden. Prednisolon
(20 mg pro Tag auf die Dauer von zwei Wochen, danach 10 mg pro Tag auf die Dauer von zwei Wochen) führt zur Verringerung der Symptome, aber die Patienten
sind nicht länger als vier Wochen beobachtet worden. Wenn die Symptome nach der Änderung der Arbeitstätigkeit und nach dem Tragen der Handgelenksschiene
sich nicht bessern, kann es richtig sein, eine lokale Infiltration mit Cortisosteroiden im Karpaltunnel vorzunehmen, auch wenn die Symptome in der Regel
im Laufe eines Jahres wieder auftreten. Die Risiken, dass die Infiltration eine Schädigung des Nervs verursachen kann, werden als niedrig eingeschätzt,
aber es gibt keine eingehenden Studien dazu. Außerdem ist man sich nicht über die Anzahl der Infiltrationen einig, die auf der sicheren Seite ausgeführt
werden können.
Die Akupunktur beim Karpaltunnelsyndrom ist nicht in kontrollierten Studien untersucht worden. Wenn ein Patient Symptome und Zeichen für Axonschädigung
aufweist (ständiges taubes Gefühl, Sensibilitätsverlust, Thenaratrophie), sollte die Möglichkeit eines operativen Eingriffs in Erwägung gezogen werden.
Der Eingriff erfolgt bei lokaler Anästhesie und wird in der Regel ambulant ausgeführt und ist auch beiderseits in einer Sitzung möglich. Die Anästhesie
kann lokal (am Handgelenk) oder am Plexus (unter der Achsel) ausgeführt werden. Die Genesung schwankt in der Regel je nach der Eingriffsmethode
(traditionell oder endoskopisch) zwischen 2 und 4 Wochen. Die Operation besteht in der Spaltung der Sehnen, die das Dach des Karpaltunnels darstellen
und kann sowohl mit der traditionellen als auch der endoskopischen Technik ausgeführt werden. Der Eingriff darf nicht zu spät ausgeführt werden, weil
die Schäden sonst bestehen bleiben. Über 70 % der Patienten erklären sich nach dem operativen Eingriff als vollkommen oder sehr zufrieden. Von 70 bis
90 % der Patienten berichten, seit der Operation keine nächtlichen Beschwerden mehr zu haben. Obwohl die Symptome sich gleich nach der Operation bessern
können, vergehen meist einige Monate bis zur vollkommenen Heilung, was allerdings beim größten Teil der Patienten der Fall ist. Einige Patienten berichten
von Infektionen, Starrheit und Schmerz der Wunde.
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